Skip to main content
30. 09. 2016

Gekämpft wie die Löwen - Science City unterliegt ALBA Berlin spät mit 73:77

Mit einer hauchdünnen 73:77-Niederlage ist Science City Jena in die Heimspiel-Saison der easyCredit BBL gestartet. Die Saalestädter lieferten den Albatrossen aus der Hauptstadt vor 3000 begeistert mitgehenden Zuschauern einen harten Kampf bis in die Schlussminute, unterlagen letztendlich dennoch aufgrund der Berliner Kaltschnäuzigkeit in Schlüsselsituationen. Trotz des angeschlagen aussetzenden Aufbauspielers Filiberto Rivera präsentierte sich das Harmsen-Team von der Niederlage in Gießen gut erholt, riss die Jenaer Fans im Verlauf der ersten Hälfte mehrfach von den Sitzen. Nach einer hochverdienten 37:30-Halbzeitführung kamen die Gäste von der Spree deutlich besser in die Partie.

Bis zur 30.Minute war es der Mannschaft von Coach Ahmet Caki gelungen, das Duell zu ihren Gunsten zu drehen. Science City gab sich mit Blick auf den 49:55-Rückstand vor dem Start in das Abschlussviertel dennoch keinesfalls geschlagen, investierte viel Herz und Leidenschaft, um die Begegnung erneut zu drehen. Nach einem Dunk von Kenny Frease lag Science City in der 33. Minute wieder mit 62:55 in Front. Während sich beide Kontrahenten auch in der Folge nichts schenkten, glich Atsür in der 37. Minute aus per Dreier auf 67:67 aus. Der bis in die Schlussphase eher unauffällig agierende Dragan Milosavljevic sorgte gemeinsam mit dem überragenden Elmedin Kikanovic für die entscheidenden Nadelstiche, um den Berliner Sieg in Richtung Ziellinie zu retten.

Würdig verabschiedet wurden die Spieler von Science City durch die verbliebenen Fans in der Arena, die das Team bei der Rückkehr zum Stretchen nach der starken leistung mit hochverdientem Applaus belohnten. Unterdessen steht bereits am Samstagmittag die Abfahrt nach Hagen auf dem Programm. Science City gastiert am Sonntag ab 15.30 Uhr bei den Feuervögeln in Westfalen,  www.telekombasketball.de überträgt das Duell live und in Farbe.

Ahmet Caki: Gratulation an Jena für eine sehr starke Vorstellung. Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet, haben erst nach der Halbzeit besser ins Spiel finden können. Nach 30 Punkten zur Halbzeit haben wir nach der Pause unseren Rhythmus gefunden. Meine Mannschaft hat sich nach Jenas Lauf wieder zurückgekämpft, sich die Chance erhalten, dieses Duell zu gewinnen und es am Ende geschafft. Science City viel Erfolg in den nächsten Wochen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.

Björn Harmsen: Herzlichen Dank für diese unglaubliche Stimmung in der Arena heute. Ich bin immer noch begeistert vor der Euphorie in der Halle. Wir hatten ALBA Berlin am heutigen Abend tatsächlich am Rande einer Niederlage. Die Berliner haben am Ende allerdings gezeigt, dass sie die Qualität und Tiefe besitzen, um so eine Partie zu gewinnen. Ich glaube, dass wir die richtige Antwort auf unser Spiel am letzten Wochenende gefunden haben. Nachdem das Spiel physischer geworden ist, haben wir mehr Probleme bekommen. ALBA Berlin hat trotz des Rückstandes konsequent den Ball bewegt und als Mannschaft gespielt. Wir haben am Ende versucht wichtige Situationen individuell zu lösen. Das kann man aber letztendlich keinem Spieler vorwerfen.

SCJ: Jenkins 19 Punkte, Knight 18, McElroy 12, Reyes-Napoles 7, Frease 6, Bernard 6, Clay 4, Schmidt 1, Haukohl, Mackeldanz - Wolf, Rahn (DNP)

ALBA Berlin: Kikanovic 24, Atsür 11, Johnson 9, Milosavljevic 7, Giffey 7, Gaffney 6, Siva 5, Vargas 4, Carter 3, Akpinar 1, Malu - Schneider (DNP)