Skip to main content
02. 09. 2019

Gelungenes Jenaer Season Opening mit Happy End - Science City bezwingt Paderborn

Am Ende war es Jenas Flügelspieler Julius Wolf vorbehalten, seinem Team den ersten Sieg in der Saisonvorbereitung zu bescheren. Mit einem Korbleger, knapp fünf Sekunden vor der Schlusssirene, sicherte er den Jungs von Science City Jena einen 76:75-Erfolg gegen die Gäste der Uni Baskets aus Paderborn, die sich erst nach großem Kampf geschlagen gaben. Während sich beide Kontrahenten in den vorangegangenen 40 Minuten eines engen und umkämpften Duells nichts schenken wollten, glich die letzte Minute der Partie einem Münzwurf. Unter den Augen der 1028 Zuschauer, die trotz bestem Spätsommerwetters ihren Weg nach Jena-Burgau gefunden hatten und ihr Kommen sicher nicht bereut haben, entwickelten sich in den finalen 60 Sekunden der Partie ein Herzschlagfinale, in deren Verlauf die Führung allein dreimal in eine gegensätzliche Richtung ausschlug.

Deutlich entspannter vergingen dafür die Stunden nach dem sportlichen Schlagabtausch auf dem Parkett der Sparkassen-Arena, zumindest für alle Fans der Jenaer Basketball-Riesen. Unmittelbar nach der Partie durch Interviews mit Lars Eberlein, Brad Loesing, Dennis Nawrocki und Julius Wolf überbrückt, startete das Season Opening abseits des Parketts. Speziell die zum Jenaer Saisoneröffnung verschenkten Science-City-Mannschaftsposter sowie die von Geschäftsführer Lars Eberlein gebratenen und von Cheftrainer Frank Menz kostenlos verteilten Thüringer Roster sorgten trotz Schlagen für zahlreiche zufriedene Gesichter, bevor die Saisoneröffnung am Abend endete. Bis dahin galt es für die Hauptprotagonisten des Nachmittags, fleißig Autogramme zu schreiben, die vielen Bratwürste zu wenden und im Akkord zu verteilen. In die Reihe Spieler, die etliche Poster signierten, mischten sich natürlich auch Justin Leon und Vuk Radojicic, die aufgrund von Belastungssteuerung sowie muskulärer Probleme im Duell gegen Paderborn geschont wurden.

Sportlich lieferten sich die beiden Liga-Konkurrenten unterdessen von Beginn an ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, in dessen Verlauf sich die aus der Distanz äußert treffsicher präsentierenden Westfalen (59 Prozent Dreier) zunächst einen Vorteil erspielen konnten. Nach dem Auftaktviertel mit 14:21 in Rückstand liegend, fand Science City zum Start des zweiten Spielabschnitts besser in die Partie und drehte die Begegnung nach einen Dreier von Brad Loesing zur erstmaligen Führung auf 22:21 (14.). Während Julius Wolf unmittelbar vor der Halbzeit seinen eigenen Rebound nach vergebenen Distanzwurf erkämpfen konnte und anschließend per Korbleger vollendete, hatten sich die Thüringer einen 35:30-Vorsprung (18.) erspielt. Die letzte Antwort vor der Pause gehörte dafür Paderborns Ryan Logan, der 45 Sekunden vor der Sirene aus der Distanz auf 36:33 verkürzte.

Nachdem sich zu Beginn der zweiten Hälfte das in erster Linie defensiv orientierte Duell beider Kontrahenten fortgesetzt hatte, entwickelte sich ein Spiel der Runs. Zunächst war es den westfälischen Gästen infolge eines 9:0-Laufs gelungen, bis auf 36:42 (22.) zu enteilen, bevor Science City Jena durch einen energischen Drive von Jan Heber in der 24. Minute auf 42:45 verkürzte. Auch die abermalige anwachsende Führung der Gäste, die nach einem Korb von Daniel Mixich mit 50:57 (27.) die Nase vorn hatten, konterten die Saalestädter, von Jenas Topscorer Dennis Nawrocki angeführt, bis zur letzten Viertelpause – 56:57.

In einem durch knappe Spielverläufe geprägten letzten Abschnitt näherte sich das Duell mit herunterlaufender Uhr kontinuierlich seiner Ziellinie. Zwischen dem das Abschlussviertel eröffnenden Korb von Center Alex Herrera zur Jenaer 58:57-Führung (30.) bis hin zum Paderborner Timeout (40.) hatte die Führung sechsmal gewechselt, während vier ausgeglichene Zwischenstände bilanziert wurden. Ausgerechnet der ehemalige Paderborner Melvin Jostmann sorgte in der Schlussphase dieser Partie für wichtige Impulse und viel Energie im Jenaer Spiel.

Zwar gelang es Paderborns Chris Trapp elf Sekunden vor Ultimo, die Gäste mit 74:75 (39.) in Front zu bringen, doch das letzte Wort war Jenas „Beardman“ Julius Wolf vorbehalten. Der mit Science City Jena in seine siebte Saison startende Flügel konterte mit einem Korbleger 4.5 Sekunden vor der Schlusssirene zum 76:75-Happy-End und dem letzten Führungswechsel dieser Begegnung.

SCJ: Nawrocki 15 Punkte, Wolf 14 (10 Reb.), Loesing 10, Mackeldanz 8, Herrera 7, Vest 6, Ferner 5, Heber 5, Jostmann 5, Becker, Bank - Reyes-Napoles (DNP)

PAD: Logan 15, Reuter 13, Seiferth 11, Trapp 9, Buntic 8, Ward 6, Mixich 6, McCullum 4, Ballhausen 3, Großmann

Spielfilm: 1. Viertel 14:21 – 2. Viertel 36:33 – 3. Viertel 56:57 – 4. Viertel 76:75