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23. 11. 2018

Jenas Erstliga-Riesen sind am Sonntagnachmittag in Freak City zu Gast

Vor einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe stehen Jenas Erstliga-Riesen am kommenden Sonntag, wenn die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen das Parkett der Bamberger Brose Arena betreten wird. Science City gastiert am 25.11.2018 ab 15.00 Uhr beim Ex-Serienmeister in Oberfranken, geht gegen die trotz ihrer Doppelbelastung in der Basketball Champions League durch die Saison gleitenden Bamberger als Außenseiter in die Partie. Das Duell zwischen den Clubs aus Franken und Thüringen wird wie gewohnt von Telekom Sport live sowie hochauflösend übertragen und vom fachkundigen Kommentator Benni Zander moderiert.

Während von der Saale bis zur Regnitz lediglich 200 Kilometer absolviert werden müssen, könnte die sportliche Vita beider Teams unterschiedlicher nicht sein. Die Banner von nicht weniger als neun Deutschen Meisterschaften sowie fünf Pokalsiegen zieren die Brose Arena und letztendlich auch den beeindruckenden Briefkopf der Bamberger gleichermaßen, dürften somit auch Laien ein Urteil hinsichtlich der Rollenverteilung erlauben. Trotz dieser Ausgangslage fahren die Ostthüringer keinesfalls über die A9 und A70, um die beiden Pluspunkte kampflos in der Gästekabine liegen zu lassen.

„Bamberg gehört aus meiner Sicht immer noch zu den Topmannschaften der Liga. Sie verfügen mit Tyrese Rice und Niko Zisis über zwei sehr erfahrene Spieler im Spielaufbau, haben aber auch auf den Außenpositionen gute Schützen. Unser Gegner spielt sehr kontrolliert und diszipliniert“, sagt Jenas Trainer Björn Harmsen vor dem Schlagabtausch in Bamberg. „Deshalb wird es für uns wie im letzten Spiel wichtig sein, eine gute Balance zu finden und früh unseren Rhythmus zu finden, speziell auswärts. Das bedeutet, dass wir einen guten Mix finden wollen, um die Systeme im Angriff strukturiert zu laufen, den Ball gut zu bewegen um erfolgreich abschließen zu können. In der Defensive müssen wir einen deutlichen Schritt nach vorn machen, können uns nicht noch einmal erlauben, dem Gegner 17 Punkte aus zweiten Chancen zu gestatten“, so Harmsen.

Das Team des lettischen Trainers Ainars Bagatskis befindet sich nach der überwiegend erfolgreichen Ära der letzten Jahre deutlich erkennbar im Umbruch. Altbekannte und über Jahre vertraute Gesichter auf und neben dem Parkett gingen, neue Namen kamen und so kämpfen die Franken trotz all ihrer Qualität und Tiefe darum, sich neu zu definieren. Dass dabei den Bambergern das Siegel „Freak City“ erhalten blieb, spricht für die kontinuierlich gute Arbeit. So rangieren die Regnitzstädter momentan nach fünf Siegen und zwei Niederlagen in der easyCredit BBL auf dem 5. Platz, dürfen sich auch in der internationalen Konkurrenz der Basketball Champions League berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen der nächste Runde machen. Aktuell platziert sich der Bagatskis-Kader in der Gruppe C mit vier Siegen und drei Niederlagen hinter Spitzenreiter Hapoel Jerusalem und AEK Athen auf dem 3. Rang. Am zurückliegenden Dienstag nutzten die Bamberg den kontinentalen Wettbewerb, um sich für die zuletzt in der BBL erlittene 88:92-Niederlage bei ALBA Berlin zu rehabilitieren. Opfer der Franken wurde das in Jena aus der Saisonvorbereitung bekannte Team von CEZ Nymburk. Von Bambergs Star-Forward Augustine Rubit mit 22 Punkten angeführt, bezwang Bamberg den tschechischen Serienmeister in der Prager Tipsport Arena schlussendlich mit 84:78.

Während Augustine Rubit mit durchschnittlich 15.3 Punkten pro Partie die Speerspitze der Bamberger Offensive bildet, steht der aus Nowgorod (RUS) nach Franken gewechselte Serbe Stevan Jelovac (15.1 Pkt. pG) dem BBL-Veteranen kaum nach. Dirigiert durch die beiden in der Euroleague erprobten Point Guards Tyrese Rice (13.9 Pkt, 7.7 Ass.) und Nikolaos Zisis (8.2 Pkt., 4.3 Ass.) wartet ein für zwei Wettbewerbe akquirierter, enorm hochwertiger Kader, der Jenas Defensiv-Abteilung gut beschäftigen dürfte. In dem mit zahlreichen namhaften Akteuren gespickten Kader findet sich mit Daniel Schmidt auch ein ehemaliger Teilzeit-Thüringer. Der 28-jährige Aufbauspieler lief noch vor zwei Jahren erfolgreich für Science City auf, bevor es ihn westwärts in die Thüringer Landeshauptstadt zog. Seit September 2018 zurück in seiner ursprünglichen Heimat bestätigt Schmidt mit 6.4 Punkten pro Spiel sowie fünf Starting5-Nominierungen sein klar vorhandenes Potential.

Die Alltime-BBL-Bilanz der beiden Kontrahenten spricht eine mehr oder weniger deutliche Sprache, pro Bamberg. Die Franken konnten vier der sechs Begegnungen mit einem summierten Korbverhältnis von 441:403 gewinnen, unterlagen dafür am 06. Januar 2008 im bisher wohl denkwürdigsten Duell, damals in der Jenaer BBL-Premieren-Saison auf dem Parkett der sogenannten Leichtbauhallen-Konstruktion – genannt Zelt - mit 71:63.