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08. 05. 2022

Leidenschaft siegt - Medipolis SC Jena schlägt Rostock und gleicht Halbfinalserie aus

Not done yet - Es ist noch nicht vorbei! Mit einem gleichermaßen intensiv erarbeiteten wie mental wichtigen 97:87-Heimsieg kämpft sich Medipolis SC Jena in die Playoffs 2022 zurück und gleicht die Halbfinalserie gegen die ROSTOCK SEAWOLVES auf 1:1 aus. Das Team von Trainer Domenik Reinboth bezwang die Hansestädter am Sonntagabend vor 2.023 stimmungsvoll mitgehenden Zuschauern – darunter auch 100 Rostocker Fans - nach einer leidenschaftlichen Energieleistung verdient, gastiert bereits am Dienstagabend um 19.30 Uhr zum 3. Halbfinale an der Ostsee. Durch den Serienausgleich steht auch bereits fest, dass es am kommenden Donnerstag, den 12. Mai 2022 ab 19.30 Uhrzu einem zweiten Jenaer Heimspiel kommen wird. Der Ticketvorverkauf für dieses möglicherweise bereits vorentscheidende Duell wird zeitnah starten.

Während Center Alex Herrera im Heimspielsieg der Thüringer mit 21 Punkten zum Topscorer der Partie avancierte, glänzte Jenas Schweizer Jonathan Kazadi mit 19 Punkten in ebenso vielen Minuten. Insgesamt verteilte sich die Last des Scorings im Rahmen einer mannschaftlich geschlossenen Leistung jedoch auf viele Schultern.

Christian Held (Headcoach ROSTOCK SEAWOLVES): „Zunächst Glückwunsch an Jena, die wie ich finde, die richtige Schlüsse aus Spiel 1 gezogen und in vielen Situationen sehr wehgetan haben. Wir haben es bis ins vierte Viertel nicht geschafft, das Spiel der Jenaer zu stoppen. Die Zuschauer haben heute einen wirklich intensiven Playoff-Fight gesehen. So sind Playoffs. Man muss seine Hausaufgaben in seinen Heimspielen machen. Das hat Jena heute getan und jetzt sind wir wieder an der Reihe.“

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „Es war ein harter Fight und nach Spiel 1 eine super Leistung unserer Mannschaft. Das Team scheint sich rechtzeitig zur wichtigsten Phase der Saison an die Arena gewöhnt zu haben, profitiert dabei natürlich auch vom unglaublichen Support unserer Fans. Die Unterstützung gibt uns so viel Energie und dies hat sich am Ende auch im Resultat bemerkbar gemacht. Wir sind mit einem guten Plan in die Begegnung gestartet, den wir kontinuierlich umsetzen konnten und hatten hinten raus aufgrund unserer Rotation den längeren Atem. Abgesehen von den Freiwürfen sind wir auf einem guten Weg und müssen diesen jetzt auch in Spiel 3 am Dienstag in Rostock so weitergehen.“

Zum Spiel: Mit dem Druck der deutlichen Auftaktniederlage in das 2. Halbfinale startend, präsentierten sich die Gastgeber fokussiert und zeigten von Beginn die erhoffte Intensität an beiden Enden des Parketts. Da auch die Rostocker ihren Teil zu einem gleichermaßen temporeichen wie rassigen Duell beitragen konnten, entwickelte sich bereits im Startviertel ein über weite Teile ausgeglichener Schlagabtausch, der nach acht Führungswechseln beim Stand von 29:23 für Medipolis SC Jena in die erste Pause ging. Ähnlich umkämpft blieb die Partie auch im zweiten Abschnitt. Zwar legte das Reinboth-Team immer wieder offensiv konstant abschließend vor, ebenso oft konterte jedoch die Hanseaten, um bis zum Kabinengang in Sichtweite zu bleiben. Zum Spieler der ersten Hälfte hatte sich unterdessen Jonathan Kazadi entwickelt, der nicht nur aufgrund seiner bis dato 12 Punkte als Topscorer herausstach, sondern auch mit Spielintelligenz, Antizipation und seinem Buzzer-Layup zum 49:46-Halbzeitstand überzeugte.

Ohne viel Zeit zu verschwenden drehten die Seawolves das Duell nach dem Start in die zweite Hälfte. Jordan Rowland und Till Gloger war es gelungen, die Begegnung zwischenzeitlich auf 49:53 (23.) zu kippen, bevor die Saalestädter knapp dreieinhalb offensiv erfolglose Minuten nach einem Korb von Alex Herrera beenden konnten. Im Spielaufbau anschließend von Vuk Radojicic dirigiert, rutschte Jenas erst 20-jähriger Point Guard zunehmend in die Rolle des Vollstreckers. Ohne Angst und mit viel Drive zum Korb vollendete Radojicic zunächst zum 58:57, bevor er mit zwei Korblegern auf 64:58 erhöhte. Durch zwei erfolgreiche Aktionen von Stephan Haukohl bis auf 68:60 (28.) enteilt, verkürzte Rostock kurz vor der letzten Pause an der Freiwurflinie auf 68:63.

 Mit einem Dreier von Joe Kazadi zum 71:63 in das Schlussviertel startend, untermauerten die Thüringer anschließend mit zwei Dunks von Stephan Haukohl ihre Absicht, die Serie auszugleichen. Zwar zog Seawolves-Coach Christian Held beim Stand von 75:67 für Medipolis SC Jena umgehend das Timeout, die Auszeit war allerdings spätestens nach einem schönen Alley Oop von Alex Herrera zum 77:69 wieder verpufft. Jenas Center war in der Crunchtime unter dem Rostocker Korb kaum mehr zu bremsen. Während die Gäste weiterhin um Anschluss bemüht blieben, durch Till Glogers Dreipunkt-Spiel noch einmal gefährlich nah bis auf 84:80 (36.) verkürzten, machte Brandon Thomas 131 Sekunden vor der Sirene mit seinem Dreier zum 91:80 den Deckel drauf. Der schönste Korb der 40 Minuten sollte jedoch in der Schlussminute erst noch folgen, als Rayshawn Simmons seinen Big Man Alex Herrera fand und dieser erneut via Alley Oop zum 94:85 vollenden konnte. Für den finalen Korb der Partie sorgte unter dem Jubel des Jenaer Anhangs unterdessen Nico Brauner, bevor sich die Thüringer nach ihrer leidenschaftlichen und willensstarken Vorstellung von ihren Fans gebührend feiern ließen.

Bereits am Dienstagabend steht Medipolis SC Jena das 3. Halbfinale bevor, wenn die Thüringer am 10. Mai ab 19.30 Uhr in der Rostocker StadtHalle gastieren. Während der Sieger dieser Partie mit dem ersten BBL-Aufstiegs-Matchball in das vierte Aufeinandertreffen am Donnerstag - ebenfalls um 19.30 Uhr - in Burgau gehen wird, ist der Ticketvorverkauf bereits angelaufen.

Punkteverteilung Medipolis SC Jena: Herrera 21, Kazadi 19, Thomas 13, Radojicic 11, Haukohl 10, Brauner 9, Wolf 4, Simmons 4 (10 Ass.), Chapman 3, Plescher 3, Bank, Alberton

Spielfilm: 1. Viertel 29:23 – 2. Viertel 49:46 – 3. Viertel 68:63 – 4.Viertel 97:87

Kompletter Boxscore

Das Spiel im Re-Live auf Sportdeutschland TV