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24. 02. 2021

Max Ugrai im Interview: „Ich freue mich jetzt schon auf das Auswärtsspiel in Jena“

Es war Jenas BBL-Saison 2017/2018 in der Maximilian „Max“ Ugrai das Science-City-Trikot mit der Nummer 5 trug und sich durch starke Leistungen für ein anschließendes Engagement bei ratiopharm Ulm empfehlen konnte. Es war ein Jahr, an das der mittlerweile 25-jährige Flügelspieler gern zurückdenkt, auch wenn er über den Umweg bei den Schwaben nun im Norden Deutschlands aufläuft. Seit dem zurückliegenden Sommer 2020 trägt Max ausgerechnet das Trikot der Eisbären Bremerhaven - ist sogar Kapitän - und gehört damit zu einem der größten Jenaer Konkurrenten um eine Top3-Platzierung. Wir haben uns vor dem Duell am heutigen Mittwochabend – live auf Sportdeutschland TV (Klick) - mit Max für ein Kurzinterview gedatet, telefonisch versteht sich.

Max, wie geht’s? Was macht das Leben in Bremerhaven?
Ganz schön soweit. Ich kann mich nicht beschweren. Privat läuft es auf jeden Fall. Meine Freundin ist die meiste Zeit mit hier vor Ort, weil sie bei ihrem Online-Semester ohne Präsenzphase an der Uni von zu Hause aus arbeiten kann. Insofern ist alles entspannt. Es gibt viel Natur und auch wenn Bremerhaven jetzt nicht die attraktivste Stadt ist, kann man immer noch viel im Umfeld unternehmen. Aktuell fallen ja sowieso viele Dinge aufgrund der momentanen Situation weg.

Warst du schon einmal im Zoo am Meer und hast dir die echten Eisbären angeschaut?
Nee, ich war noch nicht im Eisbären-Gehege. Ich weiß aktuell auch gar nicht, ob der bisher schon wieder mal geöffnet hatte. Wenn es sich zeitlich mal einrichten lässt, könnte das aber tatsächlich ein Thema werden.

Wie schwer ist es für Dich als Franke in Norddeutschland zurechtzukommen?
Das fällt mich nicht wirklich schwer. Die Menschen sind nett und offen, soweit man das aktuell beurteilen kann und mit Norddeutsch hab ich mich auch angefreundet, wie du ja sicher hören kannst. Eher ist es die Entfernung vom eigentlichen zu Hause. Wir sind schon arg weit weg von Franken. Du musst viel Zeit einplanen, wenn du mal heimfahren willst. Mit fünf Stunden pro Strecke bist du ja quasi einen Tag unterwegs. Das war aus Ulm oder Jena definitiv einfacher. Mal eben schnell nach Hause fahren

Ihr hatten im bisherigen Saisonverlauf bereits mit Corona zu kämpfen. Bei wie viel Prozent siehst Du Euer Team aktuell?
Ohne mich fehlen gerade sicher mindestens 25 Prozent (lacht). Aber mal im ernst. Ich denke, dass wir schon ganz gut dabei sind, wenn es darum geht, unsere Leistungsgrenze zu erreichen. Wir müssen unsere Qualität in den Spielen lediglich konstanter abrufen. Zudem ist es wirklich spannend zu erleben, wie ausgeglichen sich die Liga entwickelt hat. Da kann jedes Team seinen jeweiligen Gegner überraschen. Uns hat es mit Niederlagen in Hagen und Tübingen oder zu Hause gegen Trier schon mehrfach erwischt. Euch ja aber ebenso (in der Tat, Anm. d. Red.).

Du bist nach deiner BBL-Saison in Jena nach Ulm gewechselt. Gab es irgendwann mal eine Sekunde, in der Du diesen Schritt bereut hast?
Natürlich hast du immer wieder mal Momente, in denen du dir die Frage stellst, wie es gelaufen wäre, wenn... aber diese Gedanken können ja ebenso in die andere Richtung gehen. Was wäre passiert, wenn ich mich nicht so entschieden hätte. Insofern ist das alles hypothetisch.

Das Jenaer Team 2017/2018 war schon sehr speziell. Haltet ihr noch regelmäßig Kontakt oder ist das überwiegend abgebrochen?
Den engsten Kontakt aus der Zeit halte ich zu Julius Wolf. Wir schreiben uns schon regelmäßig. Natürlich stehst Du hin und wieder auch mal mit den anderen Jungs in Kontakt. Aber Mac und Julius sind bsw. in den Staaten. Da beschränkt sich der Kontakt meistens auf Social Media.

Du fällst am Mittwochabend gegen Science City aus. Gut für uns, schlecht für die Eisbären.
Ja, leider. Wir hatten mehrere Tests innerhalb einer Woche. Ich wurde erst negativ getestet, dann positiv und beim dritten Test dann wieder negativ. So werde ich leider nur im Stream zuschauen können. Meine Quarantäne ist zwar schon fast vorbei, aber am Ende fehlen bis Freitag eben trotzdem zwei Tage. Da kann man nichts machen. Umso mehr freue ich mich aber schon jetzt auf das Auswärtsspiel in Jena.