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07. 10. 2021

Medipolis SC Jena empfängt am Sonntagnachmittag (noch) eiskalte Bremerhavener

Mit dem Siegel des „ProA-Tabellenführers“ startet Medipolis SC Jena in den 4. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Ob Jenas Bundesliga-Riesen diese Bezeichnung auch am Sonntag, nach dem Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven noch tragen werden, liegt einzig und allein in den Händen der Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth. Die Thüringer empfangen den Gast von der Nordsee am 10. Oktober 2021 ab 16.30 Uhr auf dem Parkett der Sparkassen-Arena. Inwieweit sich die Situation der noch angeschlagen pausierenden Akteure Jonathan Kazadi und Vuk Radojicic bis zum Heimspiel entspannt hat, wird sich erst unmittelbar vor der Partie klären. Ungeachtet dieser Frage startet das Team um Kapitän Julius Wolf nach drei Siegen in Serie mit viel Selbstvertrauen und entsprechend großer Motivation in das Duell Thüringen gegen Nordsee.

Wie gewohnt haben alle Basketball-Fans die am Sonntagnachmittag nicht vor Ort sein können die Möglichkeit, ihrem Team während der Live-Übertragung ihre Daumen zu drücken. Sportdeutschland TV überträgt das Duell aus Jena-Burgau inkl. Vorberichterstattung ab 15.55 Uhr.

Zum Livestream auf Sportdeutschland TV

Fakten zum Spiel: Sonniger Saisonauftakt gegen eiskalte Fehlzündung: Während Jenas Riesen mit drei Siegen in das Spieljahr starten konnten rudert die Crew von Eisbären-Coach Michael Mai derzeit (noch) am falschen Ende der Tabelle. Drei mehr oder weniger knappe Niederlagen gegen die Konkurrenz aus Trier (84:87), in Schwenningen (81:83) und gegen die Artland Dragons (83:94) haben den Nordseestädtern eine erste Schlagseite verpasst. Mit Blick auf die über den Sommer erfolgte Kaderzusammenstellung ursprünglich in den Playoff-Rängen erwartet, befindet sich Bremerhaven ganz offensichtlich noch in einer Art Findungsphase. Schließlich lassen die großen Positionen - zumindest nominell - mit dem Ex-Drachen Robert Oehle (kam aus Quakenbrück), Kevin Yebo, dem BBL-erfahrenen Armani Moore sowie dem Vorjahres-Rostocker Jarelle Reischel eigentlich kaum Wünsche offen. Auch im Backcourt zieht mit Neu-Kapitän Konstantin Konga (Skyliners, Ludwigsburg, Bonn, Berlin) ein BBL-erfahrener Akteur die Fäden im Spielaufbau, der sich den Saisonstart seines neuen Teams ganz sicher etwas erfolgreicher vorgestellt hat.

Das sagt der Coach: „Es sind erst drei Begegnungen von 32 Spieltagen absolviert. Insofern sollte man die aktuelle Tabelle nicht überbewerten, weder oben noch unten. Bremerhaven hat bislang gegen starke Teams gespielt, darunter zwei Duelle extrem knapp verloren. Nur weil sie zu Beginn drei Begegnungen abgegeben haben, heißt das noch nichts für den Sonntag,“ warnt Domenik Reinboth vor dem Duell. „Unabhängig vom Saisonstart verfügt unser Gegner über einen extrem starken Kader und wir sind gut beraten, die Eisbären nicht anhand ihres aktuellen Tabellenplatzes zu beurteilen. Zwei, drei Spieler des Teams sind noch nicht auf dem Level, auf dem sie tatsächlich performen können. Wenn diese Jungs ihren Rhythmus finden ist Bremerhaven brandgefährlich. Sie gehören immer noch zu den Topteams der Liga,“ sagt Jenas Coach mahnend.

Was im ersten Moment nach einer Portion Understatement klingen könnte hat durchaus Substanz. Nicht nur, dass Bremerhaven in der gemeinsamen Historie schon immer zu den äußerst unangenehm zu spielenden Kontrahenten gehörte, auch die zum Teil hauchdünnen Spielverläufe der drei Eisbären-Niederlagen erzählen eine aussagekräftigere Geschichte, als es das aktuelle Tabellenbild tatsächlich vermag.

Jenas Lazarett: Abgesehen von den beiden angeschlagenen Akteuren ist Jenas Cheftrainer mit Blick auf seinen Kader derzeit fast sorgenfrei, betont jedoch im selben Atemzug: „Wir werden bei Vuk und Jonathan definitiv nichts forcieren. Jeder der schon einmal ähnliche Probleme hatte, weiß wie schnell so eine Blessur wieder aufbrechen kann. Beide haben jetzt zu lange ausgesetzt, um sie zu früh einzugliedern und eine erneute Verletzung zu riskieren.“ Insofern dürfte Medipolis SC Jena tendenziell mit dem zuletzt erfolgreichen Kader in den Spieltag starten und seine potentiellen Ausfälle über Teamplay-Basketball kompensieren.

Statistische Historie: Der direkte Vergleich beider Clubs spricht nach einem Dutzend bisher absolvierter Begegnungen zusätzlich mahnend für die Norddeutschen. Während die Eisbären von 12 Spielen acht Duelle gewinnen konnte, die Thüringer lediglich vier Sieg errangen, hat Bremerhaven auch bei den aufsummierten Punkten mit 1032:1003 die Nase vorn.