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10. 01. 2020

Sächsische Serientäter im Derby zu Gast - Science City empfängt Tabellenführer Chemnitz

Nach dem gleichermaßen wichtigen wie wertvollen 86:84-Combacksieg am zurückliegenden Samstag gegen die Nürnberg Falcons wartet am Freitagabend das bisherige Spiel des Jahres auf die Mannschaft von Chefcoach Frank Menz – das prestigeträchtige Ost-Derby gegen die Niners aus Chemnitz. Die Sachsen gastieren als Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit einer beeindruckenden 16:1-Bilanz auf dem Thüringer Parkett der Sparkassen-Arena, können dabei auf eine Serie von mittlerweile 14 Spielen ohne Niederlage zurückblicken.

Während der unangefochtene Tabellenführer aus der Stadt mit dem „Nischel“ im bisherigen Saisonverlauf seiner Favoritenrolle gerecht werden konnte und an der Saale seinen 15 Sieg in Serie plant, verfolgen die Thüringer erwartungsgemäß andere Ziele. Bereits im Hinrunden-Duell am 08. Dezember 2019 in der Messe Chemnitz hatten sich beide langjährigen Rivalen einen bis in die Schlussphase offenen Schlagabtausch geliefert, welchen die Niners letztendlich mit 90:78 gewinnen konnten. Trotz des verdienten Heimsieges der Mannschaft von Cheftrainer Rodrigo Pastore hat Science City Jena in der geschichtsträchtigen Zweitliga-Historie die Nase vorn. Bisher trafen Jena und Chemnitz in der zweithöchsten Spielklasse 30 Mal aufeinander. Diese Statistik gliedert sich in 27 Begegnungen der regulären Saison sowie in drei Duelle während der Playoffs 2016. Die Saalestädter führen diese Statistik aktuell mit 18:9 Siegen an, wobei auch das Korbverhältnis von 2204:2119 Punkten für Jena spricht. Auf dem damaligen Weg in die easyCredit BBL gewann Science City Jena 2016 zudem alle drei Playoff-Viertelfinalbegegnungen.

Bereits vor dem Start in das Spieljahr 2019/2020 als Titel- und Aufstiegsfavorit Nummer 1 gehandelt, unterstreichen die Chemnitzer seitdem ihre Ambitionen von Wochenende zu Wochenende. Lediglich der 97:92-Ausrutscher am 06. Oktober 2019 bei den Gladiators in Trier befleckt die sonst blütenreine Weste der Sachsen. Alle weiteren Begegnungen der Hinrunde gewannen die gleichermaßen qualitativ wie quantitativ stark besetzten Niners mehr oder weniger souverän. Dabei spielten weder die Namen des jeweiligen Kontrahenten eine übergeordnete Rolle, noch ob Chemnitz zu einem Heim- oder Auswärtsspiel antreten musste.

„Natürlich freuen wir uns nach dem wichtigen Sieg gegen Nürnberg auf ein stimmungsvolles Derby gegen den Tabellenführer aus Chemnitz“, sagt Jenas Headcoach Frank Menz vor dem Duell am Freitagabend. „Die Niners sind, das hat sich in dieser Saison früh herauskristallisiert, die beste Mannschaft der Liga und werden uns in dieser Begegnung nichts schenken. Nach zwei verpassten Aufstiegen in den letzten Jahren hat der Club im zurückliegenden Sommer viel investiert, sich punktuell und strukturell noch einmal deutlich verstärkt, liegt zudem in allen Bereichen und Statistiken des Spieljahres vorn. Ich denke, dass wir ein Spiel erwarten dürfen, welches die Zuschauer genießen können. Wir haben in der Hinrunde sicher nicht unser bestes Spiel gemacht und waren trotzdem bis zur Schlussphase dran. Wenn wir eine ähnliche Energieleistung wie am letzten Wochenende gegen die Falcons wiederholen könnten, haben wir auch in dieser Partie auf jeden Fall eine Chance auf den Sieg“, so Menz abschließend.

Während die Thüringer im 31. Ost-Derby definitiv auf ihren Center Lars Lagerpusch verzichten müssen, steht hinter dem Einsatz von Brad Loesing noch ein dickes Fragezeichen. Der Aufbauspieler war im letzten Heimspiel gegen Nürnberg kurz vor der Halbzeitpause auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet und laboriert seitdem an einer Kapselverletzung. Über einen Einsatz des Jenaer Schlüsselspielers wird die medizinische Abteilung wohl erst unmittelbar vor der Partie entscheiden können.

So wird den Rängen und Tribünen der Sparkassen-Arena erneut eine tragende Rolle zukommen. Während die Chemnitzer von zirka 500 Gästefans nach Burgau begleitet werden, gilt es aus Jenaer Sicht nicht nur hinsichtlich der Dezibel dagegenzuhalten, sondern auch das eigene Team vor allem in kritischen Phase stimmgewaltig zu unterstützen. Wie viel Einfluss der Support des Publikums haben kann, wurde am letzten Samstag gegen Nürnberg eindrucksvoll bewiesen, als Liga-Topscorer Duane Wilson kurz vor der Schlusssirene an der Freiwurflinie scheiterte.