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04. 04. 2021

Science City empfängt MLP Academics Heidelberg am Montag im dritten Anlauf

Vor dem Auftakt im Oktober 2020 als „Saison der Unwägbarkeiten“ beschrieben, neigt sich das reguläre Spieljahr 2020/2021 seinem Ende entgegen. Während Science City Jena im Verlauf der zurückliegenden sechs Monate von zahlreichen Spielausfällen und Neuansetzungen der jeweiligen Gegner betroffen war, zuletzt selbst in Quarantäne gehen musste, eröffnet das Heimspiel gegen die MLP Academics aus Heidelberg am Ostermontag die einwöchige Schlussetappe der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach zwei vergeblichen Anläufen Ende Dezember 2020 und Mitte März 2021 sowie einem kurzfristigen Spieltausch mit Nürnberg kommt es nun am 05. April ab 18.30 Uhr zum Duell gegen das Team vom Neckar.

Die ursprünglich für den 20.12. 2020 angesetzte Partie musste wenige Tage vor der Austragung seitens der Neckarstädter Quarantäne-bedingt absagt werden, bevor Science City im März 2021 dasselbe Schicksal ereilte und die Thüringer das für den 17.03.2021 terminierte Nachholspiel canceln mussten. Aus „Gründen sportlich erhöhter Relevanz“ tauschten die Thüringer in der zurückliegenden Woche ihr Gastspiel bei den Nürnberg Falcons gegen ein Duell mit den Academics, welches für die ProA-Tabelle u.U. richtungsweisenden Charakter besitzt.

Die Basketballfans beider Teams haben wie gewohnt die Möglichkeit, während der Live-Übertragung von Sportdeutschland TV ihrem jeweiligen Favoriten die Daumen zu drücken. Der Streaming-Partner der Liga wird sich zirka 25 Minuten vor Auftakt dieses Duells aus der Sparkassen-Arena Jena melden und inkl. einer ausführlichen Vorberichterstattung sowie der Pressekonferenz im Nachgang des Spiels durch den Abend führen.

Hier geht es direkt zur Live-Übertragung am Montagabend. 

Das Aufeinandertreffen der beiden Teams aus Jena und Heidelberg birgt seit jeher eine etwas größere Rivalität als Duelle gegen andere, zum Teil langjährigere Wegbegleiter. Bereits in der damaligen 2. Bundesliga Süd entwickelten sich die Duelle in Jena Lobeda-West und dem OSP Rhein-Neckar zu hart umkämpften Schlachten, an deren Ende Akteure wie Armin Leber, Kevin Burleson oder Danilo Barthel auf der einen sowie Oliver Braun, Ali Seggelke oder Lars Wendt auf der anderen Seite ihre Schwerter kreuzten. Zu den Akteuren, die während der gemeinsamen Zweitliga-Historie in beiden Trikots aufliefen, zählt neben dem aktuellen Science-City-Point-Guard Zamal Nixon, dem Jenaer Ex-Sportgymnasiasten Christian von Fintel und Lyndale Burleson auch Marcos Knight, der nach seiner letztjährigen MVP-Saison in der BBL-Finalrunde mit den MHP Riesen Ludwigsburg mittlerweile im Fürstentum für die AS Monaco spielt. Trotz großer und noch größerer Fußabdrücke der zurückliegenden Jahre wird auch am Montagabend mit einem intensiven Duell zu rechnen sein.

Ungeachtet der aktuelle Tabellenkonstellation und Qualitäten beider Kader starten die Neckarstädter als Favorit in den bevorstehenden Schlagabtausch. Während der neunfache Altmeister mit einer stolzen Bilanz von 18 Siegen, erst fünf Niederlagen und den daraus resultierenden 36 Punkten nach Thüringen anreisen wird, befindet sich viel individuelle Qualität im Gepäck der Mannschaft von Cheftrainer Branislav „Frenkie“ Ignjatovic. Ob Ausnahme-Swingman Shyron Ely 14.5 PpG, 3.9 RpG), der im Sommer aus Trier an den Neckar gewechselte Jordan Geist (14.8 PpG, 39.2% 3PT), Heidelbergs BBL-erfahrener Turm Philipp Heyden oder PG-Import Sa'eed Nelson (13.2 PpG, 5.0 ApG), die statistischen Anführer der MLP Academics bieten die komplette Bandbreite basketballerischer Fähigkeiten.

Unterstützt durch Niklas Würzner (6.8 PpG, 4.0 ApG), Sohn von Heidelbergs OB Eckart Würzner und USC-Urgestein seit 2013, kann sich Frenkie Ignjatovic ebenso auf seinen einheimischen Aufbauspieler verlassen, wie auf die letzte Nachverpflichtung, die im Januar 2021 aus Schwenningen zum Kader stieß. Shaun Willett (10.7 PpG, 6.5 RpG) heißt das Kraftpaket, gilt als robuster und physischer Flügel, der den gesamten Heidelberger Kader nicht ohne Grund in der Rubrik Rebounds anführt. Durch Rückkehrer Evan McGaughey (9.9 PpG, 4.5 RpG), Center Armin Trtovac (8.3 PpG, 4.3 RpG) und den Teilzeit-Scharfschützen Albert Kuppe (6.6 PpG, 40.2% 3PT) abgerundet, verfügt die Rotation der Heidelberger über eine ähnliche Tiefe, wie das Team der Thüringer.

Für den Kader von Science City Jena wird es unterdessen darum gehen, die zweiwöchige Quarantäne aus Beinen und Köpfen zu bekommen, um sich gezielt auf die Playoff-Gruppenphase vorzubereiten. Nachdem das Team von Cheftrainer Frank Menz erst am zurückliegenden Donnerstag in das Mannschaftstraining zurückkehren konnte, spielt die Endplatzierung der regulären Saison, auch mit Blick auf die Modusänderung der Meister- und Aufstiegsrunde, eine nur untergeordnete Rolle. Fit werden, gesund bleiben und Rhythmus aufnehmen, um sich bis zum Start der Playoffs 2021 in die bestmögliche körperliche und mentale Verfassung zu bringen, hat stattdessen oberste Priorität.