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27. 05. 2016

Science City Jena bleibt Wolfs Revier

Unter dem Slogan „Der Wolf geht wieder um“ wirbt ein überregionaler Wursthersteller in Mitteldeutschland seit geraumer Zeit für sein Thüringer Spezialitätensortiment. Auch abseits des Einzelhandels wird ein Wolf der Thüringer Sportlandschaft erhalten bleiben und wie in den letzten drei Jahren weiterhin für Science City durch Deutschlands Hallen schleichen. Darauf verständigte sich der Erstliga-Aufsteiger aus der Universitätsstadt und Flügelspieler Julius Wolf im Verlauf der letzten Tage. Die bis zur Meisterschaftsfeier Anfang Mai ziemlich bärtige Nummer 11 aus dem Team von Trainer Björn Harmsen startet Ende September an den Kernbergen in sein mittlerweile viertes Jahr bei den Saalestädtern, war 2012 aus der Regionalligamannschaft des FC Bayern München nach Jena gewechselt. Im Verlauf seiner Karrierestation in Ostthüringen längst zu einem der Jenaer Publikumslieblinge avanciert, freut sich der ambitionierte 23-Jährige auf die große Herausforderung in der BBL und auf seine Premiere in der Bel Etage des deutschen Basketballs.


„Als klar war, dass wir mit den Jungs in die erste Liga aufsteigen hatte ich mich im Kopf bereits für Jena entschieden. Natürlich hatte ich mit meinem Agenten noch einmal Rücksprache gehalten, aber es sprach nicht ein einziger Grund gegen eine Verlängerung bei Science City. Ich bin jetzt seit drei Jahren hier und wir haben mit dem sportlichen Aufstieg und der im Anschluss folgenden Meisterschaft einen unglaublichen Erfolg feiern können. Insofern war meine alte und neue sportliche Heimat die aus meiner Sicht beste Option“, so Julius Wolf nach der Unterschrift seines Vertrages. „Ich habe mich hier im Verlauf der letzten Jahre sehr gut eingelebt, fühle mich in Jena unheimlich wohl und denke, in meiner Entwicklung gemeinsam mit der Mannschaft den nächsten Schritt machen zu können“, so Julius Wolf. Auch Trainer Björn Harmsen begrüßt die Vertragsverlängerung seiner Nummer 11. „Julius hat in seinen letzten drei Jahren bei uns eine sehr gute Entwicklung genommen. Das ist sowohl auf die sportliche aber auch vor allem auf seine menschliche Seite bezogen. Er gibt im Training immer Vollgas, zeichnet sich im Spiel durch Intensität, Kampf und Willen aus. Zudem ist er ein wichtiger Bestandteil unseres Teams, der sich bei der Integration neuer Spieler hervorgetan hat. Ich freue mich über seine Verlängerung. Julius Wolf hat es sich über die Jahre verdient nun in der BBL anzukommen“, so Harmsen.


So wird der aus einer traditionellen Göttinger Basketball-Familie stammende Flügelspieler seinen nach durch seinen Bruder Enosch initiierten Facebook-Wette  rasierten Bart zukünftig wieder in Thüringen wachsen lassen. „Ich habe nach der Rasur anlässlich unserer Meisterschaft jeden Tag in den Spiegel geschaut, mich meist kaum wiedererkannt und irgendwie nackt gefühlt. Deswegen bin ich froh, dass der Bart jetzt wieder wächst. Die ersten Ansätze sind glücklicherweise schon wieder sichtbar“, sagt Wolf gut gelaunt mit einem breiten Grinsen.