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15. 11. 2020

Science City Jena auch weiterhin für verpflichtende Tests in der Saison

Nachdem die Thüringer kurz vor dem Start in die Saisonvorbereitung Ende September 2020 eine 14-tägige, häusliche Quarantäne durchlaufen mussten, in Summe alle drei Testreihen für Spieler, Trainer und Staff negative Resultate ergaben, bleibt das Thema in der BARMER 2. Basketball Bundesliga weiterhin aktuell. Science City Jena hatte sich bereits im Vorfeld des momentan eher holprig verlaufenden Spieljahres für regelmäßig verpflichtende Tests aller Vereine ausgesprochen, fand hinsichtlich dieser präventiv allen Teilnehmern zu Gute kommenden Idee jedoch keine Mehrheit unter den Clubs. Unabhängig dieser, letztendlich abgewählten, einheitlichen Regelung, testet Science City Jena auf Eigenregie in turnusmäßigen Abständen freiwillig, um potentielle Infektionsrisiken zu minimieren und den eigenen Kader zu schützen.

Nun zeigte das jüngste Beispiel innerhalb der Teams aus Hagen, Nürnberg und Bremerhaven welche ernstzunehmenden Folgen sich nicht nur im Spielplan ergeben können, wenn jeder Standort seine eigene Strategie fährt. So musste zuletzt das ursprünglich für den 14. November 2020 angesetzte Jenaer Auswärtsspiel bei den Nürnberg Falcons nach zahlreichen positiven Corona-Tests im Kader der Mittelfranken kurzfristig abgesagt und verlegt werden. Die Norisstädter hatten sich im Rahmen des letzten Doppelspiel-Wochenendes am zurückliegenden Freitag zunächst mit Phoenix Hagen duelliert und am Sonntag die Eisbären Bremerhaven empfangen. Während sich am zurückliegenden Wochenende unter den betreffenden Clubs ein Dominoeffekt einstellte, befinden sich derzeit alle drei Teams auf behördliche Anordnung in häuslicher Quarantäne.

Bereits im Vorfeld hatte Jenas Headocach Frank Menz die fehlende Verbindlichkeit von Testungen kritisch hinterfragt, formulierte in Absprache mit Rostocks Trainer Dirk Bauermann ein Positionspapier, dass innerhalb der Liga zeitnah diskutiert werden soll und muss. „Der professionelle Sport ist gegenüber anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Gastronomie, Tourismus, etc. privilegiert. Deswegen hat er auch eine besondere Verpflichtung nicht zur Verbreitung des Virus beizutragen. Wie stellt sich die Situation in der BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro A dar? Nach den Aussagen sowohl der Coaches als auch der Spieler und Kapitäne wird die Testpraxis bei den Clubs sehr unterschiedlich gehandhabt. Sie reicht von gar keiner Testung bis zu regelmäßigen wöchentlichen Testungen. Im Sinne der Gesundheit der Spieler und deren Familien und zur Gewährleistung eines geordneten Spielbetriebs in unserer Liga halten wir es für dringend erforderlich, dass die Liga ihrer Verantwortung nachkommt und ein praktikables einheitliches Hygienekonzept vorlegt und umsetzt. Uns ist bewusst, dass es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann. Ziel muss es allerdings sein, das Ansteckungsrisiko bei den Spielen zu minimieren.“