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08. 11. 2020

Science City Jena gelingt wichtiger 72:65-Auswärtssieg in Leverkusen

Mit einem hart erkämpften 72:65-Auswärtssieg bei den BAYER Giants Leverkusen gab Science City Jena am Sonntag eine erfolgreiche Antwort auf die Niederlage am Freitagabend in Paderborn. Die Thüringer bezwangen im zweiten Teil des Doppelspiel-Wochenendes der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit den Riesen vom Rhein einen gleichermaßen unbequemen und schwer zu bespielenden Kontrahenten, der das Spiel bis zur Schlussphase offen gehalten hatte. Während Flügelspieler Joschka Ferner mit 13 Punkten als punktbester Jenaer das Parkett verließ, leisteten an diesem Nachmittag alle weiteren Akteure ihren wichtigen Beitrag zum noch wichtigeren Sieg.

Während sich beide Kontrahenten im Verlauf eines äußerst offensiv geprägten Startviertels einen ausgeglichenen Schlagabtausch lieferten, die jeweiligen Defensiv-Reihen viele Körbe zuließen, waren es die Gastgeber, die sich mit einer 25:20-Führung in die erste Viertelpause verabschieden konnten. Nach Beginn des zweiten Abschnitts konservierten die Rheinländer zunächst ihre hochprozentigen Wurfquoten, setzten sich bis zur 14. Minute auf 33:24 ab, bevor Science City besser in die Partie kam und auch die Ruhe und Treffsicherheit aus der Distanz wiederfand. Ein Dreier von Kapitän Dennis Nawrocki zum 38:37 (18.) sowie ein Korb von Joschka Ferner ließen das Duell unmittelbar vor dem 38:39-Halbzeitstand in Richtung der Thüringer kippen.

Im Verlauf der gesamten ersten Hälfte noch ohne Freiwurf auskommend, präsentierten sich die Saalestädter in der zweiten Halbzeit von der Linie enorm treffsicher und nervernstark. Mit 17 von 18 verwandelten Freiwürfen (94 Prozent) legte Science City nach der Kabinenansprache den Grundstein zum Sieg und die beiden kostbaren Pluspunkte. Speziell in den zahlreichen engen Phasen der Partie sorgten das Team von Cheftrainer Frank Menz von der Linie für die nötige Stabilität, überstand auch einige kritischen Momente, in denen die Giants drohten aufzuholen.

Durch aggressive Defense war es Science City gelungen, den dritten Spielabschnitt mit punktearmen 12:6 für sich zu entscheiden, bevor Science City in der Schlussphase für die Entscheidung sorgen sollte. Flügelspieler Joschka Ferner war es in der 39. Minute vorbehalten, mit seinem Dreier zum 60:68 den Grundstein zum letztendlich verdienten Erfolg zu legen, bevor Zamal Nixon und Dennis Nawrocki mit jeweils zwei Freiwürfen nachlegten. Der finale Wurf von Grant Dressler zum Endergebnis von 65:72 hatte letztendlich nur noch statistischen Charakter.

Frank Menz (Cheftrainer Science City): „Wir wussten, was in Leverkusen auf uns zukommt. Die Giants waren in der Vorsaison Tabellenfünfter und haben auch in dieser Saison einen qualitativ starken Kader zusammengestellt. Insofern sind wir nach unserem Sieg natürlich erst einmal zufrieden und erleichtert.

Nach dem Spiel in Paderborn war es psychologisch nicht ganz so einfach in die Begegnung zu finden. Während auch Leverkusen nach der Niederlage in Kirchheim Druck hatte, konnten wir ab dem zweiten Viertel aber vor allem defensiv einen enorm großen Schritt nach vorn machen. Wenn man den Leverkusener Korbleger parallel zur Schlusssirene herausrechnet, haben die Jungs innerhalb dieser 30 Minuten nur 38 Punkte zugelassen. Auch wenn wir noch weit entfernt davon sind, topfit zu sein und berücksichtigt, dass uns das Spiel am Freitag viel Kraft gekostet hat, lässt sich darauf aufbauen. Die Mannschaft ist in den entscheidenden Momenten ruhig geblieben und hat sich gegen einen starken Gegner den zweiten Auswärtssieg der Saison verdient.“

Joschka Ferner (Topscorer Science City): „Wir haben unsere Lehren aus dem Spiel in Paderborn gezogen und unser Konzept heute besser umgesetzt. Wir haben als Team besser verteidigt, über weite Teile des Spiels schneller gespielt und den Ball besser laufen lassen. Darauf können wir aufbauen. Aufgrund unserer kurzen Vorbereitung mit nur einem Testspiel können wir von Spiel zu Spiel nur besser werden.“

Dennis Nawrocki (Kapitän Science City): „Zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden, da bleibt einem nicht viel Zeit über eine Niederlage nachzudenken. Das erste Spiel gegen Paderborn haben wir verloren, man hat gemerkt dass wir in der Preseason nur ein Vorbereitungsspiel absolviert haben. Die Automatismen greifen noch nicht alle. Umso schöner natürlich, dass es uns heute gelungen ist, dieses knappe Spiel gegen Leverkusen zu gewinnen. Wir sind auf dem richtigen Weg und machen Spiel für Spiel wichtige Fortschritte und lernen aus den Fehlern. Wir werden noch einige Wochen brauchen um wirklichen Rhythmus zu bekommen und alle körperlich auf einem Level sind. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“

Punkteverteilung Science City: Ferner 13, Nixon 12, Smith 12, Wolf 9 (10 Reb.), Holland 8, Nawrocki 8, Lodders 4, Radojicic 4, Heber 2, Haukohl – Jostmann, Bank (DNP)

Spielfilm: 1.Viertel: 25:20 – 2. Viertel 38:39 – 3. Viertel 44:51 – 4. Viertel 65:72

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