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09. 02. 2020

Science City schlägt ALBA Berlin im Spitzenspiel und übernimmt die Tabellenführung

Es ist die Überschrift, die wohl zahlreiche Basketball-Fans von Science City auch irgendwann mal im Profibereich ausgiebig feiern würden. Auch wenn dies wohl noch eine Weile hinten anstehen muss, waren es in den zurückliegenden Tagen zunächst die Jenaer Youngster der JBBL, die für diese griffige Headline sorgten. So konnte sich zunächst das Team von Trainer Tino Stumpf im ultimativen Spitzenspiel der Jugend-Basketball-Bundesliga mit einem 86:82-Sieg gegen ALBA Berlin durchsetzen und an den Hauptstädtern vorbeiziehen. Während die Thüringer mit dem Erfolg gegen den bisherigen Spitzenreiter die Tabellenführung ihrer Hauptrundegruppe übernahmen, verbleiben noch drei Spiele um diesen, für die Setzliste im Playoff-Baum so wichtigen Platz zu konservieren.

Entsprechend groß war der Jubel nach dem Überraschungserfolg gegen das titelambitionierte Programm aus der Hauptstadt. Statistisch von „Double-Double-Maschine“ Lukas Passarge mit 21 Punkten und 17 Rebounds angeführt, erweisen sich die Saalestädter für das U16-Team der Albatrosse kollektiv als (zu) harter Knochen. Nachdem die Jenaer Jungs im Verlauf des Startviertels auf 25:16 enteilen konnten antwortete die Berliner Gäste bis zur Pause mit einem ebenfalls starken Zwischenspurt, glichen bis zur Halbzeit auf 34:34 aus und stellten die Partie faktisch  wieder auf Null. Doch Science City bewies auch nach dem Start in die zweite Hälfte Moral, Fokus und nervenstarke Händchen, legte erneut intensiv vor, um sich bis zur finalen Viertelpause einen 60:48-Vorsprung zu erkämpfen. Im letzten Spielabschnitt versuchten die Hauptstädter noch einmal in das Duell zurückzukehren, verkürzten konstant, bevor Science City final konterte und den gleichermaßen knappen wie verdienten Heimsieg über die Ziellinie rettete. So sprachen nach der Schlusssirene sprachen fast alle relevanten Statistiken für die Thüringer und untermauerten den eindrucksvoll errungenen Sieg gegen den Titelanwärter von der Spree. Zwar leisteten sich die Jenaer in ihrer 'Paradedisziplin' 35 Ballverluste (ALBA 19), kompensierten die Fehler im Spiel jedoch durch ein überraschend-dominantes Reboundverhältnis von 46:21, eine mehr als solide Freiwurfquote von 75 Prozent (24/32) sowie acht von 20 verwandelte Distanzwürfen (40 Prozent).

„Ich muss der Mannschaft ein großes Lob zollen. ALBA Berlin war physisch eigentlich deutlich überlegen, verfügt über einen sehr spielstarken Kader und wir mussten alles in die Waagschale werfen, um in diesem Spiel bestehen zu können“, sagte Jenas Trainer Tino Stumpf nach dem Sieg. „Die Jungs haben mit viel Leidenschaft dagegengehalten und sich speziell im Duell um die Rebound enorm kampfstark präsentiert. Wir haben 15 Offensiv-Rebounds geholt und konnten uns auch aus der Distanz erst in der zweiten Hälfte steigern. Die starke Arbeit unter den Körben hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Lukas Passarge hat eine großartige Leistung abgeliefert und wurde dabei durch Ben Köhler und Fabian Rohmeyer sehr stark unterstützt. Das war ein sehr schöner Moment und schon so etwas wie eine kleine Sternstunde im Nachwuchsbereich von Science City Jena. Ich möchte das jetzt auch nicht zu hoch hängen, aber all zu oft schlägt man so ein Team wie ALBA Berlin eben auch nicht. Nun erwarten wir am Sonntag das nächste schwere Spiel gegen Gotha und wollen das zarte Pflänzchen unserer Tabellenführung natürlich unter allen Umständen gießen und verteidigen“, so Coach Tino Stumpf abschließend.

Das kleine Freistaat-Derby gegen die Westthüringer findet am Nachmittag des 09. Februar ab 16.30 Uhr auf dem Parkett des Jenaer Sportgymnasiums statt und bildet die nächste wegweisende Partie auf der bis dato so erfolgreichen Tour in Richtung Playoffs 2020. Der Eintritt zu diesem Duell ist kostenlos aber nicht umsonst. 

Punkteverteilung Science City Jena: Passarge 21 Punkte (17 Reb.), Rohmeyer 18, Köhler 16, J. Rothammel 9, Nwokedi 9, B. Rothammel 8, Schulz 3, Krüger 2, Falkenthal, Eiweleit, Schwabe, Tempel