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21. 11. 2020

Souveräner Heimspielauftakt: Science City feiert 78:52-Sieg gegen Karlsruhe

Mit einem souveränen 78:52-Erfolg gegen die PS Karlsruhe Lions startete Science City Jena am Samstagabend in die Heimspielsaison 2020/2021. Das Team von Trainer Frank Menz bezwang den bis dato Tabellenvierten aus Baden-Württemberg nach 40 überwiegend souverän vorgetragenen Minuten auch in dieser Höhe verdient und klettert nach dem dritten Erfolg im vierten Spiel auf den 3. Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Nachdem die Thüringer in diesem Spieljahr erstmals auf dem heimischen Parkett der Sparkassen-Arena auflaufen konnten, dabei Corona-bedingt (leider) auf Fans und Publikum verzichten mussten, blieb das aus den letzten Jahren gewohnte Feeling aufgrund der verwaisten Tribünen zumindest atmosphärisch weit hinter dem sonstigen Heimspielerlebnis zurück. Zu allem Überfluss ergaben sich im Verlauf der ersten Hälfte massive Übertragungsprobleme bezüglich des Livestreams. Warum das aus der Sparkassen-Arena bereitgestellte Signal nicht komplett verwertet wurde, kann mit den beteiligten Partnern erst nachträglich geklärt werden.

Unterdessen entwickelte sich im Auftaktviertel ein zunächst eher einseitiger Schlagabtausch der beiden Kontrahenten. Während die Saalestädter gegen das Team aus Baden-Württemberg früh das Tempo diktierten, sich zwischenzeitlich über 11:3 (5.) auf 16:10 (9.) absetzen konnten, sorgte Nils Owen Schmitz mit einem spektakulären Half Court Shot parallel zum Buzzer des Startviertels für einen kurzen Richtungswechsel und die 16:17-Gästeführung. Dafür kippte das Duell im Verlauf des zweiten Abschnitts wieder zu Gunsten der Thüringer. Mit noch 48,4 Sekunden verbleibender Restspielzeit bis zur Sirene verwandelte Kapitän Dennis Nawrocki drei Freiwürfe, um sein Team beim Stand von 38:27 erstmalig zweistellig in Front zu bringen. Nachdem Karlsruhes bester Akteur des Abends, Center Adam Pechacek, sowie Jenas Flügel Julius Wolf anschließend noch einmal punkten konnten, verabschiedeten sich beide Teams mit einer verdienten Jenaer 40:29-Führung in die Halbzeitkabinen.

Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken und der zweiten Luft in den dritten Spielabschnitt startend, zog Science City die defensiven Daumenschrauben für die Lions noch einmal deutlich fester. Bis zur 27. Minute hatten die Saalestädter den Gästen lediglich zwei Punkte erlaubt und sorgten bereits in dieser Phase für die Vorentscheidung des Duells. Von Aufbauspieler Zamal Nixon kontrolliert und dirigiert, hatten sich Jenas Bundesliga-Riesen einen 59:31-Vorsprung erspielt, der bis zur 30. Minute konstant auf 61:36 wuchs und im Schlussviertel routiniert verwaltet wurde.

Frank Menz (Headcoach): „Ich bin so kurz nach dem Spiel erst mal erleichtert, dass wir unser erstes Heimspiel gewonnen haben. Die Art und Weise wie wir es gewinnen konnten, stimmt mich zusätzlich froh. Wir sind jetzt in der sechsten Trainingswoche. Normalerweise befinden wir uns noch in der Vorbereitung. In den ersten drei Spielen war wir nicht annähernd auf dem physischen Niveau, auf dem wir sein wollen, um unseren besten Basketball spielen zu können. Das letzte, durch den Spielausfall bedingte spielfreie Wochenende war insofern für uns richtig wichtig, um die Zeit nutzen zu können, ohne Dosierung der Intensität durchzutrainieren.

Es gibt mir ein ganz gutes Gefühl und der Mannschaft ein ganz gutes Gefühl, dass wir jetzt körperlich langsam in der Lage sind, den Basketball zu spielen, den wir spielen wollen. Offensiv war es kein gutes Spiel von uns, dafür haben die Jungs defensiv und als Team sehr gut gearbeitet. Karlsruhe kam mit drei Siege zu uns, in denen sie durchschnittlich über 90 Punkte erzielt haben. Wir wollten sie auf jeden Fall unter 70 halten und haben sie noch einmal deutlich darunter drücken können. Insofern bin ich zufrieden, was die Verteidigung und unsere körperliche Verfassung betrifft.“

Demarcus Holland (Topscorer): „Ich freue mich, dass wir einen wichtigen und guten Mannschaftserfolg feiern konnten. Das Team hat speziell in der Defense einen großen Schritt nach vorn gemacht. Viele unserer Würfe sind nicht gefallen. Wir wissen, dass wir offensiv deutlich besser spielen können. Insofern war es heute enorm wichtig, gut zu verteidigen. Am Ende haben unsere jüngeren Spieler die Gelegenheit bekommen, um sich zu beweisen und der Coach konnte unterschiedliche Lineups testen. Diese ganzen Faktoren helfen uns in der Entwicklung unserer Mannschaft. Ich bin natürlich sehr glücklich über unseren ersten Heimsieg.“

Dennis Nawrocki (Kapitän): „Natürlich ist es ein komisches Gefühl ohne Fans in der Halle zu spielen. Der sechste Mann fehlt komplett. So ist es schwerer als sonst, ein Momentum aufzubauen. Umso wichtiger sind die Impulse von der Bank. Dafür haben wir gegen Karlsruhe einen ganz guten Job gemacht und mit 26 Punkten gegen einen guten Gegner gewonnen. Wir haben noch einiges vor uns und befinden uns gerade erst am Anfang eines Entwicklungsprozesses. Es wird mit Sicherheit noch etwas dauern, bis wir den Basketball spielen, den wir spielen wollen. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden mit dem Resultat und dem Spiel. Wir sind auf dem richtigen Weg und machen Schritte, die uns voran bringen.“

Punkteverteilung Science City: Holland 17, Nixon 16, Wolf 12 (10 Reb.), Nawrocki 8, Lodders 8, Smith 5, Jostmann 4, Bank 3, Haukohl 3, Radojicic 2, Ferner - Heber (DNP)

Spielfilm: 1. Viertel 16:17 - 2. Viertel 40:29 - 3. Viertel 61:36 - 4. Viertel 78:52

Vollständiges Scouting

Re-Live des 1. Viertels

Re-Live ab der 16. Minute