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05. 11. 2020

Zwei Spiele in drei Tagen - Science City vor schwerer Auswärtstour in NRW

Vor zwei schweren Bewährungsproben innerhalb von drei Tagen stehen die Bundesliga-Riesen von Science City Jena am kommenden Doppelspiel-Wochenende der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Während die Mannschaft von Cheftrainer Frank Menz zunächst am Freitagabend um 20.00 Uhr bei den Uni Baskets in Paderborn gastiert, wartet bereits am Sonntag um 14.00 Uhr die nächste Nagelprobe beim Altmeister der BAYER Giants Leverkusen.

Nachdem Science City zum Saisonauftakt am 27. Oktober 2020 erfreulich souverän bei den Kirchheim Knights (111:81) gewinnen konnte, dürfte sich das bevorstehende Doppelpack als erste konkretere Standortbestimmung erweisen. Beide Begegnungen aus Nordrhein-Westfalen werden von Sportdeutschland.TV live übertragen.

Link zum Auswärtsspiel in Paderborn

Link zum Auswärtsspiel in Leverkusen

Den Auftakt des Jenaer Doppelspiel-Wochenendes bildet das Duell an der Pader. Die von Headcoach Steven Esterkamp und Ex-Nationalspieler Nino Garris trainierten Gastgeber haben im Gegensatz zu Science City bereits drei Saisonspiele absolviert, unterlagen in ihren beiden Auswärtsduellen in Schwenningen (78:79) und Tübingen (101:103 nach Verlängerung) jeweils nur hauchdünn. Erfolgreicher lief es auf dem heimischen Parkett des Sportzentrums Maspernplatz im Verlauf eines ungefährdeten 86:75-Sieges gegen die PS Karlsruhe Lions. Entsprechend gewarnt gehen die Thüringer in das Duell beim aktuellen Tabellenzehnten.

Die Westfalen verfügen über einen qualitativ stark wie breit besetzten Kader, dessen Anführer Demetrius Ward über den Sommer 2020 tatkräftige Unterstützung erhielt. Während Ward als unumstrittener Kopf der Esterkamp-Combo gilt, konnten sämtliche Neuverpflichtungen wie Drew Cushingberry (12.3 PpG, 6.3 ApG, 5.0 RpG), Center Tom Alte (15.5 PpG, 7.5 RpG), Scharfschützen Joseph Benzinger (13.3 PpG, 43.8% 3er) oder Flügel Garrett Sams (44.4% 3er) ihre Qualitäten bereits unter Beweis stellen. Zuletzt um die talentierte Variable Badu Buck (s.Oliver Würzburg) erweitert, dem trotz der knappen Paderborner OT-Niederlage in Tübingen mit 14 Punkten ein bemerkenswerter Einstand gelang, komplettieren die beiden offensivstarken Guards Daniel Mixich und Robert Drijencic (kam aus Oldenburg) sowie Kapitän Ivan Buntic einen Kader, der durchaus Playoff-Potential besitzt.


Im zweiten Teil der Jenaer Auswärtstour durch Nordrhein-Westfalen gastiert Science City am Sonntag bereits ab 14.00 Uhr bei den Riesen vom Rhein in der Leverkusener Ostermann-Arena. Nur einen Steinwurf von der BayArena entfernt, erwartet der spielstarke Tabellendritte des 181-fachen Ex-Nationalspielers Hansi Gnad das Team aus Thüringen zum 5. Spieltag der ProA.

Die Rheinländer sind auffallend erfolgreich in das Spieljahr gestartet und konnten ihre beiden bisherigen Heimspiele gewinnen. Nach einem 80:76-Erfolg über Phoenix Hagen mussten sich die Giants beim Liga-Favoriten in Rostock zwar knapp mit 83:86 geschlagen geben, korrigierten diese Niederlage jedoch umgehend mit einem letztendlich sicheren 93:81-Sieg gegen die zum engeren ProA-Favoritenkreis zählenden Heidelberger.

Während Leverkusens 2,16m-Hüne Dennis Heinzmann (9.7 PpG, 9.0 RpG) nicht nur physisch aus einer gut balancierten 9er-Rotation herausragt, bildet der aus Rostock an den Rhein gewechselte Haris Hujic mit durchschnittlich 18.7 Punkten pro Partie (50% 3er) die offensive Speerspitze des Gastgebers. Als Frontcourt-Tandem mit dem bulligen US-Flügel Eddy Edigin Jr (8.3 RpG) greift Heinzmann knapp die Hälfte aller Leverkusener Rebounds (17.3 von 35.7 RpG) ab, lässt zudem mit durchschnittlich zwei Blocks pro Partie auch nur relativ wenig Licht auf den Bereich am defensiven Korb fallen. Im Zusammenspiel mit JJ Mann (14.7 PpG, 55.7% 3er!), Wyatt Lohaus sowie Grant Dressler runden Sheldon Eberhardt, Marko Bacak und Luca Finn Kahl eine überaus interessante Leverkusener Riesen-Mischung ab, die bereits in der zurückliegenden Saison zu den gefährlich-positiven Überraschungen der Liga zählte.

„Obwohl zwei schwere Herausforderungen innerhalb von nur 40 Stunden vor der Mannschaft liegen freuen wir uns auf das Wochenende“, sagt Cheftrainer Frank Menz vor der Abfahrt in Richtung Westfalen. „Wir treffen sowohl in Paderborn als auch in Leverkusen auf zwei starken Kontrahenten, die über unterschiedliche Qualitäten verfügen. Beide Begegnungen werden uns Aufschluss darüber geben können, was den Leistungsstand unseres Teams betrifft. Am Freitagabend treffen wir auf einen sehr offensivstarken Gegner, der von der Position 1 bis zur 5 über sehr gute Werfer verfügt. Am Sonntag erwartet uns in Leverkusen eine ebenfalls sehr gute Mannschaft, die in den ersten drei Begegnungen bereits unter Beweis stellen konnte, dass mit ihnen auch in diesem Spieljahr in der oberen Tabellenhälfte zu rechnen sein wird“, so Jenas Headcoach.

Nachdem bei Matt Vest noch keine verlässliche Prognose hinsichtlich eines Einstiegs in den Trainingsbetrieb abgegeben werden kann, ist Joschka Ferner unter der Woche in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. Der 24-jährige Flügelspieler wird die zuletzt mit elf Spielern in Kirchheim angetretene Jenaer Rotation komplettieren.